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Press Review

Saisonausklang bei der Wiener Klassik »

Saisonausklang bei der Wiener Klassik
Unter Beissels Dirigat formte das Orchester im lebendig-dialogisierenden Spiel die Figuren heraus: hier der draufgängerische Adlige, dort die quirlig-gewitzten Weiber – zwei Sonnensysteme, die sich schließlich im beschwipsten Taumel umkreisen. Auch Reineckes Konzert für Harfe und Orchester e-Moll steht in der Tradition der Klassik. Beissel befeuert hier sein junges Orchester zu empfindsam-schöner, farbenreichen Klanggebung, immer dialogisch verknüpft mit der Soloharfe.
Von dort aus ging's flugs zur „Aktuellen Stunde“, die sich in ihrer Titelmusik munter bei Robert Schumann und seiner Rheinischen Sinfonie bedient. Neben einer bemerkenswerten Fugen-Klarheit überzeugte der feierliche Satz durch lupenreine Bläserchoräle, ehe das Werk im lebendig-impulsiven Spiel endet.
Westfalenblatt, 04.04.2012

Farbige Spielfreude »

Farbige Spielfreude
Die raffiniert orchestrierte Ouvertüre zu Otto Nicolais Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ nutzen das Orchester und der Dirigent Heribert Beissel zu Beginn des hannoverschen Konzertes auch, um technische Versiertheit und farbige Spielfreude zu zeigen. Nach der Pause bot Robert Schumanns Es-Dur-Sinfonie, die „Rheinische“, dazu noch mehr Gelegenheit. Gerade der Satz, der dieser Sinfonie ihren Beinamen gibt, geriet dabei am stärksten. Dieser vorletzte vierte Satz überzeugte mit düsteren Farben in den tiefen Blechbläsern, zarten Streichern und fein abgestimmten Schattierungen vollkommen. Starker Beifall im fast vollbesetzten Saal.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 20.03.2012

Fabelhafte Leistung »

Fabelhafte Leistung
Ein großes Finale für die „Wiener Klassik“ mit Konstanze Jarczyk an der Harfe

Ganz sanft, träumerisch und trotzdem bestimmt, bietet das Orchester den stabilen Klangboden für Konstanze Jarczyk, die ihrer Harfe unglaubliche Emotionen entlockt (Reinecke, Konzert e-Moll). Allein der Auftakt des zweiten Satzes mit Horn und Harfe solo rührt einem das Herz, dass man schon dafür bereitwillig den Eintrittspreis noch einmal bezahlt hätte.
Badische Neuestes Nachrichten, 17./18.03.2012

Gelungener Ausflug in die
Romantik »

Gelungener Ausflug in die Romantik
Klassische Philharmonie in der Beethovenhalle

Durch und durch romantisch war das Programm, mit dem die Klassische Philharmonie Bonn unter der Leitung von Heribert Beissel ihr jüngstes Konzert bestritt. Heribert Beissel forderte von seinem Orchester Präzision und Spielwitz – und bekam sie uneingeschränkt. Nach der Pause stand George Bizets Sinfonie C-Dur auf dem Programm, der klassizistische Geniestreich eines Jugendlichen. Ebenso wie im schmissig absolvierten Scherzo und im vor geradezu buffonesker Leichtigkeit nur so sprühenden Finale erlebt man ein brillant und locker aufspielendes Orchester.
General-Anzeiger Bonn, 27.02.2012

Klangfarben voller Poesie »

Klangfarben voller Poesie
Die Junge Philharmonie Sachsen-Anhalt in der Bremer Glocke

Das Publikum der Glocke hörte im Rahmen der Konzertreihe der Klassischen Philharmonie Bonn diesmal solch ein engagiertes, auf hohem Niveau spielendes Ensemble, nämlich die Junge Philharmonie Sachsen-Anhalt. Unter der Leitung von Heribert Beissel (der die Ausbildung des Orchesters leitet) bot das Ensemble ein scheinbar „traditionelles“, jedoch sowohl in spieltechnischer Hinsicht als auch im Ausdruck sehr anspruchsvolles Programm. Schon beim Violinkonzert D-Dur von Ludwig van Beethoven gefielen der transparente Klang der Bläser und die geschliffene Homogenität der Streicher. Unter dem erfahrenen Dirigat von Heribert Beissel vermochte das Orchester poetische, dann wieder pointierte Klangfarben zu entfalten.
Weser Kurier, 13.02.2012

Rundum sensationell »

Rundum sensationell
Beim „Wiener Klassik“ im Konzerthaus Karlsruhe glänzte nicht nur der Solist

Ein herausragender Solist als Garant eines erfreulichen Konzertabends – diese Regel erfüllt auch das jüngste Konzert der „Wiener Klassik“-Reihe mit dem Dirigenten Heribert Beissel im Konzerthaus Karlsruhe. Er war indes nicht allein der Star des Abends. Ihm zur Seite trat das Orchester, welches sich voller Elan, vitaler Kraft und Spielfreude als zweiter Star entpuppte.
Badische Neueste Nachrichten, 03.02.2012

Bis zur Perfektion kultiviert »

Bis zur Perfektion kultiviert
Klassische Philharmonie Bonn unter Heribert Beissel spielt Mozart präzise und transparent

Mozart kommt eigentlich immer gut an. Voraussetzung für den ungetrübten Hörgenuss seiner zumeist leichten und beschwingt anmutenden Komposition ist dabei jedoch, dass diese möglichst ohne Bombast, sehr präzise und transparent gespielt wird. Und genau diese Spielweise hat die Klassische Philharmonie Bonn, die jetzt im Rahmer der „Wiener Klassik“-Konzerte mit ihrem langjährigen Dirigenten Heribert Beissel in der Bremer Glock gastierte, bis zur Perfektion kultiviert.
Weser Kurier, 16.01.2012

Spannungsvolle Klavierpräzision »

Spannungsvolle Klavierpräzision
„Mozart pur“ im dritten Konzert der Reihe Wiener Klassik – und ein sehr gut besuchter Thiersch-Saal im Kurhaus. Wie immer hatte Dirigent Heribert Beissel es auch diesmal wieder einem jungen Nachwuchskünstler in Person des 26-jährigen chinesischen Pianisten Jingge Yan ermöglicht, sich einem erwartungsvoll gestimmten Publikum in einem anspruchsvollen Werk (KV 467) zu präsentieren. Begonnen hatte der Abend mit einem Jugendwerk Mozarts – die drei Sätze der Sinfonie in D-Dur KV 111/120, deren tänzerische Struktur von Beissel und seinen jungen Instrumentalisten aufgehellte und festliche Kontur erhielt. In der rechten Mischung gemessener und heiterer Töne wurde unter Beissels anfeuernder Leitung die das Konzert beschließende Posthornserenade gespielt. Herzlicher und lange anhaltender Beifall nach dem spritzig und elanvoll gespielten Finalsatz, für den sich das Orchester mit einem Satz auch Mozarts Salzburger Sinfonie bedankte.
Wiesbadener Kurier, 14.01.2012

Romantische Träume »

Romantische Träume
Wenn Heribert Beissel mit seiner Klassischen Philharmonie Bonn in Karlsruhe weilt, dann ist es Zeit für Wiener Klassik. Beissel weiß seinem Ensemble mit Eleganz, Charme und Natürlichkeit die Klänge Haydns, Mozarts und Beethovens zu entlocken, die seine Zuhörer unentwegt in den Konzertsaal leiten.
Badische Neueste Nachrichten, 19.12.2011

Überraschungen von Haydn »

Überraschungen von Haydn
Die Klassische Philharmonie Bonn überzeugt in der Bremer Glocke

Haydn ist eben immer gut für neue Überraschungen, zumal wenn er so gespielt wird wie von der Klassischen Philharmonie Bonn. Aber auch Frédéric Chopin wäre vermutlich begeistert gewesen über die Interpretation seines 1. Klavierkonzertes. Mit Noblesse und Innigkeit, dazu mit pointiertem, subtil kontrolliertem Anschlag ging die Pianistin Elena Kolesnitschenko ans Werk.
Weser Kurier, 07.11.2011

Klare Konturen und durchsichtiges Klangbild »

Klare Konturen und durchsichtiges Klangbild
Ein ebenso vielfältiges wie reizvolles Programm bot die Klassische Philharmonie Bonn bei ihrem Saison-Abschlusskonzert in der Glocke. Darunter Telemanns Orchestersuite „Hamburger Ebb' und Flut“. [...]
Unter der engagierten Stabführung von Heribert Beissel spielte das Orchester in verlässlich klarer Konturierung und mit prägnantem, stets durchsichtigem Klangbild. [...]
Von satter Farbigkeit, dazu leicht und beflügelt Mozarts volkstümliche „Sechs Deutsche Tänze“ KV 509, mit zugriffigem Elan in großer Besetzung mitreißend und eingängig intoniert!
Weser-Kurier 11.04.2011

Entfesseltes Finale »

Entfesseltes Finale
Klassische Philharmonie Bonn feiert in der Beethovenhalle 25 Jahre Wiener Klassik

Seit 25 Jahren bespielt Heribert Beissels Klassische Philharmonie die Beethovenhalle mit ihrer Konzertreihe „Wiener Klassik“. Der Titel ist Programm und Erfolgsrezept zugleich. In Bonn und zehn weiteren Städten, darunter Berlin, Hamburg und München, begeistert das Orchester regelmäßig sein Publikum.
Generalanzeiger Bonn, 31.10.2011

Natürliche Bodenhaftung »

Natürliche Bodenhaftung
Der Gründer und langjährige Leiter der Klassischen Philharmonie Bonn hatte nicht zu viel versprochen. Neben Mendelssohn Bartholdys landschaftsmalerischer Hebriden-Ouvertüre, wundervoll ausdrucksstark gegeben, standen an diesem Abend Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll und seine 2. Symphonie D-Dur auf dem Programm. [...] Brillieren konnte das Orchester besonders in der 2. Symphonie von Beethoven. Frei von unnötiger Schwere, spritzig und kontrastreich kam das seinem Namen alle Ehre machende Scherzo daher. [...] Neben den auf höchstem Niveau gegebenen Repertoire-Werken ist es die natürliche Bodenhaftung des Dirigenten Beissel, die das Abonnement-Publikum verzückt und sicherlich auch in der neuen Saison wieder zahlreich in die Konzerte strömen lässt.
Badische Neueste Nachrichten 04.04.2011

Bemerkenswerter Publikumszuspruch »

Bemerkenswerter Publikumszuspruch
Der Erfolg der Klassischen Philharmonie Bonn zeigt eindrucksvoll, dass es nicht immer das emotional ausladende, große Repertoire der Romantik sein muss, um einen bemerkenswerten Publikumszuspruch zu erreichen. In der nahezu ausverkauften Liederhalle wurden die Musiker unter der Leitung von Heribert Beissel mit viel Applaus bedacht. [...] [Beethovens 2. Symphonie:] Sprechende Artikulation, wunderbar ansatzlose, dynamische Akzente und ein transparentes Klanggeschehen.
Stuttgarter Nachrichten 31.03.2011

Jeder Ton spricht »

Jeder Ton spricht
Eröffnet hat das Orchester den Abend mit einem „der schönsten Musikwerke, das wir besitzen“ (O-Ton Richard Wagner): Mendelssohns Hebriden-Ouvertüre. Heribert Beissel lässt keinen Zweifel daran, dass auch ein kleineres Sinfonieorchester die geheimnisvolle Stimmung der Fingalshöhle heraufbeschwören kann. Vor allem die Geigen glänzen, ein Vorgeschmack auf ihren ebenso überzeugenden Auftritt in Beethovens D-Dur-Sinfonie.
Bonner General-Anzeiger 28.03.2011

Mit Sorgfalt, Klangempfinden und Stilbewusstsein »

Mit Sorgfalt, Klangempfinden und Stilbewusstsein
Mit Sorgfalt, Klangempfinden und Stilbewusstsein kristallisierte Chefdirigent Heribert Beissel beim letzten Saisonkonzert der Klassischen Philharmonie Bonn im Kurhaus Wiesbaden die stürmischen musikalischen Charaktere der Konzertouvertüre „Die Hebriden“ op. 26 von Felix Mendelssohn Bartholdy heraus. [...] Der Eindruck verstärkte sich nach der Pause noch bei Beissels Deutung der Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 von Beethoven, weil die gesamte Darbietung in frischen Tempi angelegt war und vor allem auf dynamische Kontraste zielte.
Frankfurter Allgemeine Zeitung. Rhein-Main-Zeitung 22.03.2011

Perfektes Spiel und Transparenz »

Perfektes Spiel und Transparenz
Zum Abschluss zeigte Beissel, dass die über weite Strecken liedhaft homophon gesetzte G-Dur-Messe des erst 18-jährigen Franz Schubert alles andere als langweilig ist. Das Sängerensemble arbeitete jeden kleinsten Affekt heraus und ließ es bei den „Osanna“-Fugati von Sanctus und Benedictus an Schwung ebenso wenig fehlen wie an Transparenz.
Bonner General-Anzeiger 15.03.2011

Vivaldis Vier Jahreszeiten »

Vivaldis Vier Jahreszeiten
Die junge albanische Geigerin Ervis Gega [...] war jetzt die souveräne Solistin eines Konzerts mit der Klassischen Philharmonie Bonn im Kurhaus Wiesbaden. [...] Mit den von ihrem Chef Heribert Beissel umsichtig und stets dialogbereit begleitenden Bonner Musikern interpretierte sie zunächst den vier Teile umfassenden Violinkonzerte-Zyklus „Le quattro stagioni“ von Antonio Vivaldi. [...] Auf das genaueste trafen die Musiker der Klassischen Philharmonie und ihr Dirigent den Tonfall in Joseph Haydns relativ knapper Sinfonie fis-Moll Hob. I:45.
Frankfurter Allgemeine Zeitung. Rhein-Main-Zeitung 18.02.2011

Federnde Eleganz und galante Charakteristik »

Federnde Eleganz und galante Charakteristik
Unter der gewandten Leitung ihres Dirigenten Heribert Beissel nahmen die Musiker Richard Wagners „Siegfried-Idyll“ als Ausgangpunkt, um über Louis Spohrs 8. Violinkonzert op. 47 mit der Sinfonie Nr. 100 von Joseph Haydn mitten ins Herz der Wiener Klassik zu treffen. [...] Idyllen und Idealtypen hatten sich die Philharmoniker vorgesetzt. Wagners „Siegfried-Idyll“, eines seiner seltenen Instrumentalwerke und wohl das gelungenste, stimmungsvollste unter ihnen, entstand 1870 im schweizerischen Tribschen am Vierwaldstättersee als Geburtstagsgruß an seine Frau Cosima zur Erinnerung an die Geburt seines einzigen Sohnes Siegfried – ein Idyll in der Idylle seines Asyls und eine fast kammermusikalische äußerung, deren zarte Bläserlinien die Philharmoniker geschmackvoll nachzeichneten. [...]
Der Idealtypus klassischer Sinfonien ist in Haydns Werken tönende Wirklichkeit geworden. Seine während der zweiten London-Visite komponierte „Hundertste“, die wegen ihres Janitscharen-Anklangs (d. h. Einsatz von großer Trommel, Becken, Triangel und Piccoloflöte) im zweiten und vierten Satz etwas vorschnell die „Militärische“ genannt wurde, war bei den Philharmonikern trefflich aufgehoben. Federnde Eleganz im Kopfsatz, liebliche Melodielinien im Allegretto, galante Charakteristik des Menuetts, vorwärtstreibender Elan im Presto-Finale – klassischer, stilsicherer und mit noch größerer Spielfreude dargeboten wird man diese Musik kaum vernehmen.
Badische Neueste Nachrichten 30.01.2011

Einfach grandios »

Einfach grandios
Joseph Haydns so genannte Militärsinfonie Nr. 100 verriet das einigende Band des Programms, nämlich das riesige Bläseraufgebot – sozusagen das „klingende Spiel“, was dann auch den Beinamen rechtfertigt. [...] Damit ließ sich schon was anfangen. Beissel tat das auch fabelhaft. Auf den langsamen Satz - Adagio - ist das Londoner Publikum (es ist die achte der zwölf „Londoner Sinfonien“) schon früh abgefahren, der erste wurde immer etwas stiefmütterlich abgetan. Aber nicht von Beissel, er ließ hören, was das für eine spannende große Sinfonik darstellt. Einfach grandios.
Bonner Rundschau 25.01.2011

Hohe Begleitkultur »

Hohe Begleitkultur
Er [Heribert Beissel] hat ein untrügliches Gespür dafür, was sein Publikum hören möchte. Und dennoch wagt er immer wieder, auch Werke von Komponisten aus der zweiten Reihe ins Programm seiner der „Wiener Klassik“ gewidmeten Konzerte zu nehmen: Heribert Beissel hatte sich beim Solistenkonzert diesmal für Louis Spohr stark gemacht. [...] Die Klassische Philharmonie bewies, von Beissel an straffer Leine geführt, ihre hohe Begleitkultur. Alle Apparate agierten ebenso pünktlich wie tonschön und trugen den Solisten förmlich auf Händen.
Bonner General-Anzeiger 24.01.2011

Filigrane Kostbarkeiten und träumerische Versonnenheit »

Filigrane Kostbarkeiten und träumerische Versonnenheit
Es gibt Dirigenten, die ihr Heil in ausgereizten Tempi suchen und Rasanz mit Qualität gleichsetzen. Heribert Beissel gehört nicht dazu. [...] Sein Augenmerk mit der Klassischen Philharmonie Bonn gilt nicht bombastischen Effekten, sondern vor allem einer akkurat ausgeformten Melodielinie und subtiler Phrasierung. Wer sich als Zuhörer darauf einlässt [...], der kann so manche filigrane Kostbarkeit am musikalischen Wegrand entdecken. Bei Richard Wagners „Siegfried-Idyll“, für kammermusikalische Besetzung instrumentiert, war jedoch vor allem träumerische Versonnenheit angesagt.
Weser-Kurier 24.01.2011

Diese „Neunte“ ist fest abonniert »

Diese „Neunte“ ist fest abonniert
Das Neujahrskonzert mit der Klassischen Philharmonie Bonn unter Heribert Beissel mit Haydns „Mariazeller Messe“ und Beethovens 9. Sinfonie hat geradezu einen Run auf die Beethovenhalle ausgelöst [...] Beissels Aufführung der Sinfonie zum Jahreswechsel ist also immer ein Ereignis für Bonn.
Bonner Rundschau 04.01.2011

Beethovens Neunte »

Beethovens Neunte
Die gut 2.000 Hörer, die am Neujahrstag in die ausverkaufte Beethovenhalle geströmt waren, erlebten eine neunte Sinfonie [Beethovens] von mitreißender Dramatik. Beissel und seine Musiker erzeugten mit dem eröffnenden Quintklang jene geheimnisvoll unbestimmte Atmosphäre, aus der sich der musikalische Kosmos dieses Werks entfaltet. Beissel setzte dann ganz auf dramatische Wirkung.
Bonner General-Anzeiger 03.01.2011

Eine gute Hand für Händel »

Eine gute Hand für Händel
Mit Georg Friedrich Händels Oratorium „Messias“ in der Marienkirche Bad Godesberg und Ludwig van Beethovens „Neunter“ am Neujahrstag um 18 Uhr in der Beethovenhalle kreist Heribert Beissel in schöner Gewohnheit das Weihnachtsfest musikalisch ein. Auch sein Publikum versteht diesen Ablauf als einen Höhepunkt des Bonner Musikjahres und ließ sich diesmal von den winterlichen Tiefsttemperaturen auch nicht beeinträchtigen.
Kalte Füße, warme Herzen: Als die „Messias“-Ouvertüre anhob, war das große Kirchenschiff gut gefüllt. Professor Beissel hat eine gute Hand für Händel. Er bahnt dem Hörer einen klaren und klugen Weg durch die Partitur des „Messiah“, so der englische Titel des auch in englischer Sprache gesungenen Oratoriums. In dem ausladenden Kirchenraum lässt er den Klang sich ganz natürlich ausbreiten. Chor- und Orchestergröße sind den Bedingungen gut angepasst. Und das leicht fließende Englisch der Vokalisten trägt nicht nur der Provenienz dieses sehr englischen Werkes Rechnung, sondern auch Beissels internationalem Anspruch. [...] Seinen Chur Cölnischen Chor hatte Heribert Beissel gut auf seine Aufgaben eingestellt, ebenso die Instrumentalisten der Klassischen Philharmonie Bonn. Auf sie wartete mit dem berühmtesten Stück des „Messias“, dem „Halleluja“, noch der Knaller, den Heribert Beissel aber immer sehr seriös vorführte. Großer Beifall.
Bonner Rundschau 08.12.2010

Federndes Hallelujah »

Statt Musik gewordenem, üppigem Faltenwurf entschlackter Klang, straffes Spiel, klare Linienführung. Raum für Poesie blieb trotzdem. Flüssig gelangen die zahlreichen Chorsätze, in denen Beissel mit Fortissimo-Ausbrüchen äußerst ökonomisch umging. Und die rund 50 Sänger und Sängerinnen meisterten diese Art von Eindringlichkeit ganz großartig. So erlebte man das berühmte Hallelujah nicht bombastisch, sondern muskulös und federnd.
Bonner General-Anzeiger 06.12.2010

Größte Stilsicherheit »

Heribert Beissel dirigierte Mozarts Sinfonie Nr. 39 mit kontrolliertem Schwung und größter Stilsicherheit. Schöne Episoden gab’s speziell in den beiden Mittelsätzen von den Holzbläsern, perfekt gelang der wirbelnde Allegro-Schlusssatz. Sehnsuchtsmusik als Zugabe: ein von den Streichern innig gespieltes Lied ohne Worte von Mendelssohn.
Bonner General-Anzeiger 22.11.2010

Grandiose Imaginationskraft »

Mit dem Herbst beginnt auch wieder die Wiener Klassik-Zeit. Auf seine Fangemeinde kann sich Heribert Beissel, Orchesterchef der Klassischen Philharmonie Bonn, verlassen. Bis auf wenige Plätze zeigte sich die Oetkerhalle beim Auftaktkonzert gut gefüllt. [...] Zu revolutionärer Höchstform lief die Klassische Philharmonie bei Beethovens Dritter und somit dem Ur-Wiener-Klassik-Repertoire auf. Seinen Beethoven dirigiert Heribert Beissel noch immer auswendig, am Dienstagabend mit bezwingend animierter Impulskraft und ausgerichtet auf durchlichtete Klanglichkeit. Die kleine Form wie das große Ganze im Auge behaltend, atmete das Allegro con brio abgründig stampfende Schicksalsmacht, wurde der Trauermarsch fast nüchtern, aber mit um so schöneren Fugati zelebriert, geriet das Scherzo zur vitalen Jagdsause und das Finale zum entfesselten Befreiungstanz. Große Sinfonik mit grandioser Imaginationskraft!
Westfalen-Blatt 22.10.2010

Feinsinn »

Mit Glucks Ouvertüre zur Oper „Alceste“ startete die Klassische Philharmonie in ihre neue Saison. [...] Wie feinsinnig und elegant das komponiert ist, konnte man dank des geschmeidigen Spiels der Klassischen Philharmonie unter Heribert Beissel schön nachvollziehen.
Bonner General-Anzeiger 18.10.2010

Klangvollendet »

Eine rundum stimmige, nuancenreiche „Eroica“ hat das Eröffnungskonzert der Reihe „Wiener Klassik“ beschlossen. Besonders gefielen die idealtypisch präsenten und klangvollendet dargebotenen Hornpassagen in den Binnensätzen. Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Rhein-Main-Ausgabe 14.10.2010

Publikumsrenner »

Die Konzertreihe „Wiener Klassik“ ist ein Publikumsrenner. Wann immer die Klassische Philharmonie Bonn nach Hannover kommt, ist der Große Sendesaal des NDR nahezu ausverkauft. [...] Junge Künstler vorzustellen, auch das ist eine Idee Beissels.
Hannoversche Allgemeine Zeitung 12.10.2010

Moderne Beethoven-Aneignung »

Besser hätte die Werbung für die nächste Spielzeit nicht ausfallen können: mit einer vitalen, außerordentlich fesselnden Interpretation der 1. Sinfonie von Ludwig van Beethoven beendeten Dirigent Heribert Beissel und die Klassische Philharmonie Bonn für diese Saison ihre Konzertreihe „Wiener Klassik“. (…) Das Ganze hatte Maß und Stil, eine auf unaufgeregte Weise durchaus moderne Beethoven-Aneignung.
Bonner Generalanzeiger 30.03.2010

Eindrucksvolles Tongemälde »

Unter dem präzisen Dirigat von Heribert Beissel wurde Ravels „Le tombeau de Couperin“ zu einem eindrucksvollen Tongemälde, bei dem das melodisch breite, von Eleganz und Sinnlichkeit geprägte Menuett die Zuhörer in eine verwunschene, von hintergründiger Spannung durchsetzte Traumszenerie entführte. Wie befreiend kontrastierte dazu der rasante Rigaudon, ein ebenso scharfzüngig wie munter anmutendes Parlieren der Instrumentengruppen in straffer Rhythmik. Auf spieltechnische Akkuratesse, gepaart mit akzentuierter transparenter Gestaltung, setzte das Orchester auch bei Beethovens 1. Sinfonie (…) voller satter Farbigkeit, mit einem beeindruckenden 4. Satz.
Weserkurier Bremen 27.04.2010

Paradebeispiel in richtiger Tempowahl »

Diese Satzvorschriften (Ravel „LeTombeau de Couperin“) nahm nun Heribert Beissel mit seiner Klassischen Philharmonie Bonn im Brahmssaal beim Wort: Elanvoll und frisch, mit feinen Akzentuierungen ließen die Musiker diese barockisierenden Preziosen entstehen, versahen das Menuett mit betörendem Oboengesang und gaben ein Paradebeispiel in richtiger Tempowahl.
Badische Neueste Nachrichten Karlsruhe 15.04.2010

Gut durchdacht und fesselnd »

Heribert Beissel gelang in präziser Zeichengebung eine gut durchdachte und fesselnde, im Pathos maßvolle Interpretation. (Beethoven, 5. Sinfonie).
Wiesbadener Kurier 08.10.2009

Perfektes Zusammenspiel »

Bei den sinfonischen Werken des Abends gebührt der Aufführung der Sinfonie Nr. 88 G-Dur von Joseph Haydn eindeutig der Vorrang. Heribert Beissel ließ sein Ensemble unbeschwert aufspielen und gab dem Werk durch wohl dosierte Dynamik und überzeugende Tempi seinen heiteren Ton. Wie gut die einzelnen Orchestergruppen miteinander korrespondierten, dafür war das perfekte Zusammenspiel zwischen Oboe und Cello, beziehungsweise Flöte und ersten Geigen im Largo genannt.
Westfalen-Blatt Bielefeld 19.02.2010

Transparent und facettenreich »

Mit Klarheit ging die Klassische Philharmonie das Werk (Ravel, „Le Tombeau de Couperin“) an, fächerte Rhythmus und Ornamentik in transparente und facettenreich akzentuierte Klangrede auf, und setzte mit dem beredten, lebendig atmenden Spiel der Holzbläser – vor allem der Solo-Oboe – Akzente.
Westfalenblatt-Bielefeld 21.03.2010

Hochspannend und klangscharf »

Schon Mozarts „Figaro“- Ouvertüre schaffte eine angenehm rasche Einstimmung, die große Überraschung bot aber der zweite Teil des Konzertes. Es hätte wohl keine weniger originelle Wahl geben können, als Beethovens 5. zu spielen, tatsächlich klingt sie aber unter Heribert Beissels präzis-kraftvoller Leitung hochspannend und klangscharf. (…) Stürmisch beschwingt und nervenaufreibend donnert die Klassische Philharmonie Bonn.
Hannoversche Allgemeine Zeitung 21.10.2009

Kammermusikalisch beflügelter Grundton »

Ein luftiger, heller, kammermusikalisch beflügelter Grundton, deutliche Kontraste ohne Übertreibungen, eine genaue Ausleuchtung der rhythmischen und klanglichen Schichten – das alles beförderte eine schöne, gediegene Interpretation. Beissel ist ein handwerklich souveräner Kapellmeister bester deutscher Tradition, der auch als Orchestererzieher der Formation hörbar viel Gutes mitgegeben hat.
Kölner Stadtanzeiger 30.03.2009

Agilität und Durchsichtigkeit »

Das Spiel der Klassischen Philharmonie unter Leitung von Heribert Beissel gefiel durch Agilität und Durchsichtigkeit. Meisterhaft gelang die Introduktion, in der der Hornist seinen Part ebenso glänzend ausführte wie die Klarinette in der Moll-Variation, in der sie gleichsam tröstend zur Klage des Cellos hinzutritt. Opulent hatte der Abend begonnen, mit Dvoraks „Böhmischer Suite“. Das Ensemble zeigte einen untrüglichen Sinn fürs Koloristische, die reizvollen Bläserpartien erklangen charmant und gelöst. Dem Schlusssatz, einem „Furiant“ folgten Bravorufe.
Generalanzeiger Bonn 25.01.2010

Überaus stringente Strukturierung »

Die bildhafte Tonmalerei (Mendelssohn „Das Märchen von der schönen Melusine“) war ganz offensichtlich nur willkommene Beigabe, denn das überwiegend jung besetzte Orchester unter der feinfühligen Leitung von Heribert Beissel bestach nicht etwa durch romantisierende Effekthascherei, sondern vielmehr durch eine überaus stringente Strukturierung, durch transparente Illustrierung der unterschiedlichen Satzelemente, die in gut nachvollziehbaren Spannungsbögen mit homogenem Gesamtklang vorgetragen wurden. Joseph Haydns Sinfonie Nr. 101 „Die Uhr“ überzeugte in der dargebotenen Interpretation mit ungewohnten Ecken und Kanten und markanter Akzentuierung. Knackige Schärfe im Allegretto, daneben eleganter Swing im heiter anmutendem Andante und ein furios vorgetragenes Finale machten den großartigen Einfallsreichtum dieser Komposition überdeutlich. Haydn, oft gehört, dieses Mal höchst lebendig und gar nicht angestaubt.
Weser-Kurier Bremen 30.11.2009

Aufführung von großer Ausstrahlung »

Kurz vor Jahresschluss hat Beissel mit Händels „Messias“ in der Stiftskirche nicht ohne saisonale Rechtfertigung nun doch einen Jubiläumsgipfel für beide (Klangkörper), nachdem das Orchester schon im Oktober gefeiert hatte, drangehängt. (…) Es wurde eine Aufführung von großer Ausstrahlung. Beissels Chor hatte gerade die Größe, die in der Akustik den Chören und den fein schwingenden Instrumentalstücken Durchhörbarkeit sicherte.
Bonner Rundschau 17.12.2009

Klangschlank und unbeschwert »

Ehrendirigent Heribert Beissel war diesem tanzbeschwingten Abendprogramm mit italienischen und argentinischen Rhythmen ein sachdienlicher Anwalt. Klangschlank und unbeschwert bewegten sich die Musiker in Mendelssohns Italien-Imaginationen. Eleganz und finaler Saltarello-Trubel hielten sich die Waage, sorgten für eine effektvolle Deutung dieses A-Dur-Reiseberichts. (…) Satter Orchestersound, festlich strahlende Bläser, Temperament bis zum Bersten und entfesselte Melancholie, spannender ließ sich Tschaikowskys „Capriccio italien“ nicht wiedergeben.
Märkische Oderzeitung 14.09.2009

Glanz und Sensibilität für den Klang »

Das Auditorium saß wie hypnotisiert und durfte sich ob des hellen offenen Streicherklangs und des vitalen Musiziergestus schon einmal auf die Sinfonie (1. Mahler) freuen. Sie übertraf alle Erwartungen. So viel Kraft, Glanz und Sensibilität für den Klang, solche Ausdrucksintensität, Detailfreude und agogische Wendigkeit schaffen Orchester nur in Sternstunden. (…) Niemanden dürfte die naturnahe Bildersprache inklusive Rummelplatzanmutung und tändelndem Wiener Walzer bis hin zum Finalsatz mit krachendem Schlagwerk und Gänsehaut-Faktor kaltgelassen haben.
Mitteldeutsche Zeitung 12.08.2009

Erlesenes Musikerlebnis »

Beethovens 9. Sinfonie gehört in Bonn zum Jahreswechsel fest dazu. Traditionell nimmt sich Heribert Beissel mit seinen Ensembles (…) Beethovens Magnum Opus an, und auch dieses Mal ließ er die Konzertbesucher in der voll besetzten Beethovenhalle nicht ohne ein erlesenes Musikerlebnis nach Hause gehen. Die Klassische Philharmonie zeigte einmal mehr, dass sie ein durch und durch solides Orchester ist, das von Beissel mit starker Hand geführt wird. So saß auch dieses Mal jedes Detail mit bemerkenswerter Präzision, angefangen vom allmählich aus einem scheinbaren Chaos entwachsenen Beginn des Kopfsatzes bis hin zum hymnischen Finale.
Bonner Generalanzeiger 04.01.2010

Gelungener Auftakt »

Unter der Leitung seines ehemaligen Generalmusikdirektors (jetzt Ehrendirigent) schält das Orchester (Brandenburgisches Staatsorchester) die Hauptmelodien fein heraus (Wagner, „Rienzi-Ouvertüre“). Nach der Pause lässt das Staatsorchester die Symphonie Nr. 8 in G-Dur von Dvorak erklingen. (…) Ganz ohne Showeffekte führt Heribert Beissel das Orchester in das unaufhaltsame Gewerk von Fanfarenstößen, Streicher- und Bläsersätzen voller extremer Dynamik, bevor es noch einmal Luft holt vor dem großen Finale. Ein gelungener Auftakt für den Choriner Musiksommer 2009.
Märkische Oderzeitung 08.06.2009

Mitreißende Aufführung »

Um es gleich vorweg zu sagen: Zum Genießen war eine mitreißende Aufführung der „Carmina burana“ im großen Saal der Bonner Beethovenhalle. Die Klassische Philharmonie und in ihr nicht zuletzt auch das hier reichlich geforderte Schlagwerk, und auch der Chur Cölnische Chor verliehen an Schlagkraft, Plastizität und Markanz der Orffschen Musik ebenso pralles Leben, wie sie aber auch den feineren und lieblicheren Klangreizen differenziert nachgingen. Heribert Beissel hatte wie gewohnt die Fäden der Handlung souverän in seiner Hand und konnte sich am Ende über verdient langen und begeisterten Beifall freuen.
Bonner Generalanzeiger 03.01.2009

bewegende
Mahler-Interpretation »

Die Aufführung (Mahler 3. Sinfonie) demonstrierte in allen Phasen, dass das von Heribert Beissel dirigierte Orchester (Brandenburgisches Staatsorchester) zu Recht den Ruf genießt, mir Mahlers Werk besonders vertraut zu sein. Der Applaus, der der bewegenden Interpretation folgte, schien kein Ende zu nehmen. Ein großer Abend.
Märkische Oder Zeitung 15.2.2005

Erste Bundesliga »

… mit Heribert Beissel spielt das Brandenburgische Staatsorchester quasi in der 1. Bundesliga. Märkische Oder Zeitung, 13./14.5.2006

versierter und
feinsinniger Liedbegleiter »

… der raffinierter Klaviersatz (Richard Strauss-Lieder) war bei Heribert Beissel in besten Händen, der sich als versierter und feinsinniger Begleiter offenbarte.
Bonner Generalanzeiger 3.5. 2006

kulinarisches Dauerespressivo »

… spannend zu verfolgen, wie Beissel und seine Musiker analytischen Sinns die Seelentiefen sicher zu ergründen suchten (Mahler 9. Sinfonie). Mit einem geradezu kulinarischen Dauerespressivo zelebrierte Beissel den finalen hymnischen Abschiedsgesang.
Märkische Oder Zeitung 10.5.2006

fantastische
Bruckner-Interpretation »

Kurz nach seiner fantastischen Bruckner-Interpretation ( 8. Sinfonie) war es aufschlussreich, Beissel einmal als Brahms-Dirigenten zu erleben. Einmal mehr dirigierte Beissel traumwandlerisch auswendig (Brahms 2. Sinfonie).
Märkische Oder Zeitung 25.4.2005

scharfe
dynamische Kontraste »

Als Interpret betont Beissel den revolutionären Impetus des Werks (Beethoven "Eroica") durch rasche, dennoch nie überzogene Tempi, scharfe dynamische Kontraste, Betonungen auf "schlechten" Zähleinheiten und überhaupt einen so aufgerauhten wie transparenten Gesamtklang.
Frankfurter Allgemeine Zeitung 14.10.2005

große Ruhe und Leidenschaft »

Heribert Beissel lotet das der Sinfonie (Bruckner, 8. Sinfonie) innewohnende Spektrum zwischen Todesverkündigung und Verklärung in großer Ruhe und Leidenschaft aus. Was hier mit enormer Spannung und Präzision musiziert wird, spielt diesen Musikern in ihrer Liga so schnell keiner nach.
Märkische Oder Zeitung 17.1.2005

ausgewogene Schönheit »

Es dominierte der Eindruck einer ausgewogenen Schönheit, intelligent, komfortabel und gut austariert (Mozart, Jupitersinfonie). Ein echtes Gefühl für den Rossinistil ließ Heribert Beissel an der Ouvertüre (Italienerin in Algier) erkennen. Mit der Klassischen Philharmonie Bonn erzielt er einen schlanken, federnden Klang und eine beeindruckende Präzision, das Hören wurde zu einem wahren Vergnügen.
Weser Kurier Bremen 27.9.2005

tiefgründiger und
erfahrener Musiker »

Der als Chef des Orchesters wirkende Heribert Beissel, Absolvent des legendären Günther Wand, hat gerade im Finalwerk des Abends (Strauss- Rosenkavaliersuite) gezeigt, welch tiefgründiger und erfahrener Musiker er ist.
Glos Wielkopolski , Posnan 30.11.2003

Gustav Mahlers Welt »

Gustav Mahlers Welt
Die Aufführung [Mahler, 3. Sinfonie] demonstrierte in allen Phasen, dass das von Heribert Beissel dirigierte Orchester zu Recht den Ruf genießt, mit Mahlers Werk besonders vertraut zu sein. Das betrifft die charaktervolle Ausarbeitung der einzelnen Bilder (von "Was mir der Felsen erzählt" im ersten Satz bis "Was mir die Liebe erzählt" im sechsten) als auch die stimmigen Proportionen der gesamten Aufführung. Auch wenn der Beginn, bei dem sich vor allem die mit Gästen aus Berlin verstärkten Blechbläser auszeichneten, angemessen mächtig ausfiel, so blieb die Beschreibung der unbevölkerten Landschaft kein Selbstzweck, sondern war der Ausgangspunkt für eine insgesamt 90-minütige, logische musikalische Entwicklung. An deren Ende erzählten zunächst die Streicher, später der gesamte Orchesterapparat in betörend schönem Zusammenklang von Mahlers Gottesliebe beziehungsweise seiner Sehnsucht nach ihr. (…) Der Applaus, der der bewegenden Interpretation folgte, schien kein Ende zu nehmen. Ein großer Abend.

Märkische Oderzeitung, 20.9.2004

Zwischen samtweich
und aggressiv »

Zwischen samtweich und aggressiv
Tonflächen wie ein fliegender Teppich

Von samtweich bis aggressiv loten sie das der [8.] Sinfonie [Bruckner] innewohnende Spektrum zwischen Todesverkündigung und Verklärung in großer Ruhe und Leidenschaft aus. Ob berauschender Bläserchoral oder bewegtes Streicherfließen - selbst im entfesselten Klangrausch bleibt das Geschehen in seinen mannigfaltigsten Themenvariationen und Kopplungen stets durchhörbar. Was hier mit enormer Spannung und Präzision differenziert musiziert wird, spielt diesen Musikern in ihrer Liga so schnell keiner nach!

Märkische Oderzeitung, 17.1.2005

Spiel, Satz, Musik »

Spiel, Satz, Musik
Brahms, Strauss, Schnittke im Nikolaisaal
Kurz nach seiner fantastischen Bruckner-Interpretation war es aufschlussreich, Beissel einmal als Brahms-Dirigenten zu erleben. Den drohenden Darstellungsschwierigkeiten beider (zu Lebzeiten heftig gegeneinander ausgespielten) Sinfoniker hat Beissel konsequent entgegengearbeitet: Die blockhafte, oft unverbunden wirkende Sprache Bruckners hatte er durch rasche Tempi integriert; den sich aus unscheinbaren Details entwickelnden Satz Brahms' leitete er jetzt gemächlich, so dass nichts übergangen werde. (…) Trotz dieses analytischen Zugangs durften die sanften Streicher raunen und schwelgen; gleiches galt für die tadellosen, im Finale frisch aufpolierten Bläser. Einmal mehr dirigierte Beissel traumwandlerisch-auswendig - und das bei einem Stück, bei dem man selbst als Hörer leicht den Überblick verliert.

Märkische Allgemeine Zeitung, 15.2.2005

Ein Meister der leisen Töne »

Ein Meister der leisen Töne
Er ist ein Meister der leisen Töne. Die Rede ist von Heribert Beissel, Dirigent des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt/Oder, das am Wochenende im Großen Saal des Brandenburger Theaters konzertiert hat. (…) Auf dem Programm standen "Vier letzte Lieder" von Richard Strauss und die Sinfonie Nr. 4 G-Dur von Gustav Mahler. Mahlers Vierte ist ungewöhnlich, traumhaft schön und von prickelnder Lebendigkeit. (…) Die Melodie sei pianissimo, doch "espressivo und sehr gesangvoll" zu spielen, lautete Mahlers Anweisung. Beissels Fähigkeit, gerade die leisen Töne präzise herauszuarbeiten, machen den zauberhaften und variationsreichen dritten Satz zum Hörgenuss. Warm und träumerisch leiten Celli und Kontrabässe diesen Satz ein, Dialoge zwischen den Instrumentgruppen entwickeln sich. Dann plötzlich das überraschende Aufbrausen der Tutti-Passage. Schicksalsschwer und bedeutungsschwanger tobt da eben noch die Musik, und schon singen wieder die Celli von der Schönheit der Schöpfung. Unnachahmlich, wie das Orchester die Musik schließlich in einem Hauch leise vergehen lässt. (…)

Märkische Allgemeine Zeitung, 25.4.2005

Mehrwert der Musik »

Mehrwert der Musik
Heribert Beissel löste mit Beethovens "Neunter" zum Auftakt des neuen Jahres viel Jubel aus

Eine Menschheitsidee. Beissels Interpretation von Beethovens 9. Sinfonie ist aber auch für sich stark und spannend. Wenn nach dem letzten Einsatz des Soloquartetts die Stretta vom Chur Cölnischen Chor und vom Orchester der Klassischen Philharmonie mit vehementem Jubel einsetzt, dann findet man das Beisselsche Beethovendenken in fabelhaftem Aufschwung auf den Punkt gebracht versammelt. Da war zunächst das Soloquartett, das einmal frei von Reibungen fast überirdisch schön zusammenklang. (…) Das andere ist der Romantiker in Beissel, der sich in den ersten drei reinen Instrumentalsätzen Bahn bricht. Deutlich ist das Tempo in den ersten Sätzen (Allegro, Molto vivace) angezogen und im Adagio zurückgenommen. In solchem Kontrast mag die Spielpräzision an Grenzen stoßen bei einem jungen Orchester, aber bravourös gestaltet sich das Pathos des durch Nacht zum Licht der klassischen Sinfonie. (…)

Bonner Rundschau, 3.1.2005

Umjubelte Streiche
des Eulenspiegels »

Umjubelte Streiche des Eulenspiegels
Mit seiner sinfonischen Dichtung "Till Eulenspiegels lustige Streiche" hat Richard Strauss dem Spaßmacher ein Denkmal gesetzt. Ein wahrlich fulminanter Auftakt für des 6. Philharmonische Konzert des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt bei seinem bravoumjubelten Dacapoauftritt im Sonnabend im Potsdamer Nikolaisaal. (…) Transparent und detailgenau geht es zu, wenn vom turbulenten Treiben auf dem Marktplatz erzählt wird. Die Übergänge vom Derben ins Kapriziöse vom Lyrischen zum Beklemmenden gelingen vorzüglich. Das Publikum zeigt sich von den kecken Kapriolen der Klarinetten, Posaunen und Trompeten genauso angetan wie vom filigranen Saitentanz der Solovioline. Augenzwinkernde Verklärung erfährt nicht nur der kesse Bube Till, sondern auch das barocke Zeitalter. Mit seinem Concerto grosso I hat der russische Avantgardist Alfred Schnittke der Epoche und dem Genre einen heiter-gewitzten Notengruß geschrieben. (…) In den insgesamt sechs Partiturabschnitten vollzieht sich ein überraschungsreicher und sehr prononciert ausgeführter Dialog der Solisten mit dem Streichertutti. (…)

Märkische Oderzeitung, 14.2.2005

Ein großer sinfonischer Strom »

Ein großer sinfonischer Strom
Prägnante Formulierung der Themen, beschwingtes Anpacken des Scherzos, kein Bad in den wonnigen Wagner-Wogen des Adagios, keine draufgesattelte Dramatik. Statt dessen: gewissenhafte Darstellung der inneren Zusammenhänge in radikalen Tempi, die den riesigen Viersätzer in 75 Minuten netto über die Runden trugen. (…) Ein großer sinfonischer Strom nahm so seinen Weg, klar zäsuriert, aber immer mit dem Blick fürs Übergeordnete, Ganzheitliche - den der auswendig dirigierende Beissel auch da bewies, wo er die Musiker bis zu den letzten Pulten an die Hand nahm. Das Staatsorchester revanchierte sich mit einem homogenen Klangbild, schönen Bläser-Soli und einer besonders motivierten Cello-Gruppe. Diese riss die Zuhörer im Adagio derart mit, dass nach der Kantilene in Takt 184 etwas Außergewöhnliches passierte: Der Saal blieb mucksmäuschenstill, obwohl diese Stelle des plötzlichen Spannungsabfalls wegen eine der am stärksten verhusteten der ganzen sinfonischen Literatur ist - und das im Januar bei Schmuddelwetter. Bleibt zu wünschen, das dieses Programm auch außerhalb Frankfurts zu hören ist.

Märkische Allgemeine Zeitung, 17.1.2005

Sehnsucht und Sinnlichkeit »

Sehnsucht und Sinnlichkeit
"Wiener Klassik": Erstes Karlsruher Konzert dieser Saison

Eingangs erklangen im sehr gut besuchten Brahmssaal die Haydn-Variationen von Johannes Brahms in ausgewogener Klanggebung, die beiden Mollvariationen wurden wundervoll einfühlsam eingebettet in diesen von Nähe und Kontrast gleichermaßen geprägten Variationszyklus. Das aus relativ jungen Musikerinnen und Musikern bestehende Orchester musizierte mit Emphase und großer Präzision. Der Dirigent Heribert Beissel agierte hier außerordentlich souverän. (…) Den Höhepunkt des Konzertes bildete die fünfte Symphonie von Ludwig van Beethoven, das wohl populärste Werk der Klassik. In jeder Interpretation dieses Werkes ist die Monumentalität, begründet in der Ästhetik des Erhabenen, die übergeordnete Einheit durch jenes Beziehung stiftende Anfangsmotiv (…) sowie Beethovens kompositorischer Umgang mit starken Kontrasten herauszustellen. Die Klassische Philharmonie Bonn kam diesem Ideal sehr nahe. Wuchtig in der Eröffnung, stringent in den Tempi, in gelegentlich wundervoller Klangbalance, ja Klangsinnlichkeit, aus der die glänzend disponierte Oboistin hervorzuheben ist. (…) Deutlich hervorgekehrt wurde der fulminante Beginn des Schlusssatzes, dieser in Musik gekleidete Triumph des Lichtes. Hier wurde durch das sauber und ausgewogen musizierende Orchester unter kluger Leitung der meisterhaft gestaltete Kontrast angemessen wiedergegeben, ohne durch unangebrachten Nachdruck die nahe Grenze zur Plakativität je zu überwinden. Großer Beifall eines offensichtlich begeisterten Publikums.

Badische Neue Nachrichten, 9.10.2004

Musikalische Bonbons »

Musikalische Bonbons
"Wiener Klassik" in der Rudolf-Oetker-Halle

Die Freunde der Klassischen Philharmonie Bonn wissen, was sie von Heribert Beissel und seinen Philharmonikern erwarten können. Enttäuscht werden sie nie, und immer wieder gibt es musikalische Höhepunkte wie "Die vier Jahreszeiten", Violinkonzerte op. 8 Nr. 1-54 von Vivaldi. Beissels Interpretation besticht durch absolute Genauigkeit, die die im Werk angelegte Bildhaftigkeit und Spannung vollendet steigerte. Das Orchester erzählt und vermittelt die jeweilige Grundstimmung, leicht und beschwingt der Frühling im hellen E-Dur oder klirrende Kälte des Winter mit pochenden Achtelnoten und dissonanten Harmonien in f-Moll. Beissel ist genau und explizit in seinen Anweisungen, und so entstand ein ganz klar nuanciertes Klangbild, mit dem Tobias Steymanns Solovioline in jeder Beziehung harmonierte. (…) Mit der dreisätzigen "Prager knüpft Mozart an die Tradition der italienischen Opernsinfonien an. Beissel arbeitet die dynamischen Gegensätze und harmonischen Schärfen in den drei Sätzen genau und spannungsvoll aus. Die einzelnen Instrumente grenzen sich klar ab und haben ihren eigenen Raum, auch hier fanden keine Reibungen statt. Liedhaft fließend oder tänzerisch leicht werden die Themen von den einzelnen Instrumenten aufgegriffen und weiter gereicht. Immer wieder überzeugte die Spielpräzision. (…)

Neue Westfälische Zeitung, 26.1.2005

Virtuoser Vivaldi »

Virtuoser Vivaldi
Wiener Klassik mit Geiger Tobias Steymanns

Recht dämonisch und mit starken Akzenten begann die Interpretation von Mozarts "Prager Sinfonie" in D-Dur. Deutlich artikuliert sich die Stimmung des "Don Giovanni", die kleinen Figuren der Streicher lassen an die Ouvertüre zur "Zauberflöte" denken. Beissel gelang mit seinem passioniert aufspielenden Orchester (ein Sonderlob an die Oboe) eine Nachzeichnung in klassischem Ebenmaß, die auch sein Dirigat des nuanciert ausgeleuchteten Andante sowie des frisch und elanvoll realisierten Finalsatzes in zündendem, transparentem Klang auszeichnete. (…)

Wiesbadener Tageblatt, 20.1.20055

Huldigung an die Schönheit »

Huldigung an die Schönheit
Wiener Klassik in der Oetkerhalle

Das weniger bekannte Haydn-Werk bietet dem jungen Orchster schon im ersten Satz durch seine leichte italienische Art beste Spielfläche. Die Musiker sprühen vor Energie, Beissel interpretiert Haydn genau. Frisch und mit großer klanglicher Fülle zeigt sich die Sinfonie. Das Orchester spielt mit Verve, von Beissel präzise ausbalanciert, ohne den großen Bogen aus den Augen zu lassen. (…) In der musikalischen Huldigung Tschaikowskys an Mozart, den Rokoko-Variationen, setzt sich das perfekte Zusammenspiel von Cello und Orchester fort. Unter dem souveränen Stock von Heribert Beissel spielten sich die Musiker durch die acht Variationen. Erahnen konnte man schon die Zugabe des Solisten. Was lag näher als "Der Schwan" aus Saint Saëns Karneval der Tiere? Ohne Sentimentalitäten, nicht zu langsam oder zu süß, spielte der 35-jährige Hamburger [Justus Grimm] den Klassiker. Mit dem jungen Schubert beendete die Klassische Philharmonie Bonn ihr Programm. In ihr hören wir den jungen unbeschwerten Komponisten, heiter, mit großer Melodiefülle. Die Musiker unter Beissel zeigten hellwaches, gut akzentuiertes Orchesterspiel. Das Publikum zollte großen Beifall.

Neue Westfälische Zeitung, 24.2.2005

Versöhnung in A-Dur »

Versöhnung in A-Dur
Des Dirigenten Orientierung auf einen hellen, sehr transparenten Klang erweist sich nicht nur hier als vorzügliches Mittel, übergroßer romantische Gefühlsduselei ihre Grenzen aufzuzeigen. Statt in Klangbrei zu schwelgen, lässt er Brahmsens letztes Orchesterwerk [Doppelkonzert] unverschleiert aufleuchten. Der Beifall gerät darob sehr heftig. Mit Alexander Skrjabins 3. Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 43 breitet sich nach der Pause dieses 10. Sinfoniekonzerts große Sinfonik von wahrhaft durchschlagender Wirkung aus. (…) Man spielt mit kraftvoller Geste, setzt hemmungslos auf den Überschwang der Gefühle. Göttliches kennt halt keine Grenzen. Man schwelgt in "Genüssen" (Voluptés); genießt dabei das Raffinement der Orchestrierung, fühlt sich in Naturmalerei wohl, gibt sich nach den ausgetragenen "Kämpfen" (Luttes) dem "Göttlichen Spiel" (Jeu divin) hin. Strahlendes C-Dur bekräftigt es: "Ich bin!" (…)

Der Tagesspiegel Potsdam, 21.6.2005

Brahms und die Wiener Klassik »

Brahms und die Wiener Klassik
Die Pianistin Irene Russo und Beissels Orchester in der Beethovenhalle

Es folgte Joseph Haydns heiter gestimmte Sinfonie Nr. 101 in D-Dur mit dem Beinamen "Die Uhr" nach dem gleichmäßigen "Ticken" der Fagotte und gezupften Streicher in den Rahmenteilen des charmanten Andantes. Hier zeigten Heribert Beissel und seine Mannschaft, wie gut und inspiriert ihnen eine Haydn-Sinfonie gelingt. Schön und ausdrucksvoll die langsame Einleitung zum ersten Presto, prägnant das groß angelegte Menuett, dessen kontrastierendes Trio mit zarten Flöten und Fagott-Soli aufwartet. Und dann, nach der Pause, der Sprung in die Romantik mit dem großartigen ersten Klavierkonzert von Johannes Brahms. Die italienische Pianistin Irene Russo hatte den Solopart des "symphonischen Konzerts" übernommen. Und dieser gleichberechtigten Partnerschaft zwischen Orchester und Solist trugen beide Parteien Rechnung. Irene Russo zeigte gleichermaßen Kraft und Empfindungstiefe. Die düster auffahrenden Intervallsprünge und Trillerkaskaden des ersten Satzes kamen beim Orchester wie der Solistin markant heraus, die melodische Süße dann des Seitenthemas oder die ruhevolle Innigkeit des langsamen Satzes waren differenziert nachgezeichnet. Aber auch die kraftvollen Energien des stürmischen Finales waren bei der Solistin wie auch beim Orchester in besten Händen. (…)

Bonner General-Anzeiger, 21.3.2005

Satte Farben, schöne Klänge »

Satte Farben, schöne Klänge
Liza Shnayder unter Heribert Beissel

Es wurden erfrischend straffe Tempi gewählt. Was überzeugte, war die unsentimentale Herangehensweise, weder Orchester noch Solistin badeten in platten Schönheiten der Melodik [Mozart, Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 KV 216]. Das Orchester musizierte nicht nur prägnant und gestenreich, sondern auch warm und kantabel. Insgesamt ging es Heribert Beissel auch nicht um eine platte Zurschaustellung des Solistischen, sondern um die Darstellung der kompositorischen Gesamtform. Alles dies galt auch für die 4. Sinfonie in A-Dur, op. 90 ("Italienische") von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Hier lieferte Heribert Beissel eine überzeugende Wiedergabe ab. Deutlich zu hören im langsamen Satz, der nicht einem breiten emotionalen Bad zum Opfer fiel, und den erfrischend straffen Tempi der schnellen Sätze. (…)

Weser Kurier, 19.4.2005

Visionäre Kraft
eines großen Entwurfs »

Visionäre Kraft eines großen Entwurfs
Klassische Philharmonie spielt zu Neujahr

Von hochpathetisch aufgeladenen Beethovenbildern hielt sich die Interpretation der Klassischen Philharmonie unter Heribert Beissel im Neujahrskonzert in der Beethovenhalle merklich fern. Beissel näherte sich dem Werk eher von der klassischen Seite, in seiner Darstellung herrschte ein klarer Formsinn. Sehr konzis und prägnant entfaltete das Orchester die vorwärtsdrängende Energie der Motivverwandlungen im ersten Satz, bedeutungsschwangerer Romantik wollte Beissel ausweichen. (…)

Mit schöner innerer Ruhe ließ das Orchester die kantablen Linien des Adagios sich entwickeln, wobei die Bläser sich mit überaus feinsinnigem Spiel in Szene setzen konnten. Und auch die Interpretation des Chor-Finales ließ die visionäre Kraft des Beethovenschen Entwurfs lebendig werden. Beissel konnte dabei auf den klangstarken Gesang des Chur Cölnischen Chors bauen, der der berühmten "Freude"-Ode Strahlkraft verlieh. (…)

Bonner General-Anzeiger, 3.1.2005

Sternstunde im Nikolaisaal »

Sternstunde im Nikolaisaal
Giacomo Puccinis Tosca konzertant

Hatte sich jedoch das Ohr einmal an diese suboptimalen Bedingungen gewöhnt, so blieb nichts als eine musikalische Leistung, die so manches in den Schatten stellte, was in der benachbarten Bundeshauptstadt geboten wird. Die Hauptrollen waren mit Anda-Louise Bogza (Tosca), Endrik Wottrich (Cavaradossi) und Hannu Niemelä (Scarpia) nahezu ideal besetzt. Stimmlich wie interpretatorisch glanzvoll ließ das Dreigestirn völlig vergessen, dass das Rom des frühen 19. Jahrhunderts nur in der Phantasie des Publikums existieren musste.
Anda-Louise Bogzas " Vissi d'arte " wie auch Endrik Wottrichs "E lucevan le stelle" wurden zu Momenten der ganz großen Gefühle, während die Grausamkeit von Hannu Niemeläs Scarpia in begeisternd kultivierter Form erschien.

Heribert Beissel und sein Orchester ließen sich trotz aller Versuchung, in Puccinis Harmonien zu schwelgen nicht dazu hinreißen, sich zu den Hauptakteuren des Abends aufzuspielen. Bei aller sorgfältig eingesetzten Dramatik blieben die Musiker vor allem sensible Begleiter des Sängerensembles.

Märkische Allgemeine (Andrea Ullrich), 26.5.2003

Attraktives Geschenk
von der Oder »

Attraktives Geschenk von der Oder

Das BSOF ist ein sehr gutes Team mit geradezu ausgezeichnet klingenden Blechbläsern. … Auch in der größten Besetzung (Strauss) imponiert dieses Ensemble in allem Gruppen mit einer ausgewogenen Plastizität seines weichen Orchesterklangs. Der seit Juli 2001 als Chedirigent des Orchesters wirkende Heribert Beissel, Absolvent des legendären Günter Wand, hat gerade im Finalwerk des Abends (Strauss - "Rosenkavalier-Suite") gezeigt, welch ein tiefgründiger und erfahrener Musiker er ist. …

Glos Wielkopolski (Andrzej Chylewski), 30.11.2003

Orchestermaschine
auf Hochtouren »

Orchestermaschine auf Hochtouren
Begeisterndes 10. Sinfoniekonzert in Potsdam

"Die eine Neunte geschrieben", teilte der Rationalist Arnold Schönberg mit, "standen dem Jenseits zu nahe". Anton Bruckner gehörte zu ihnen. Über der Arbeit zu seiner 9. Sinfonie ... starb er und hinterließ einen dreisätzigen Torso. … Die faszinierende Klangregie von Heribert Beissel begeisterte die Zuhörer von Anfang bis Ende. Im ersten Satz "Feierlich, Misterioso" gebiert sich noch einmal die Welt - nach Bruckners Willen und der Musiker Vorstellungen. Gekonnt ließen sie das erste Thema aus einem leisen Streichertremolo entstehen. Dann ein Ruck, gewaltig auffahrend und machtvoll niedersinkend.
Sehr überzeugend. Beeindruckend, mit welcher Präzision die Orchestermaschine funktionierte, als es galt, dämonische Wahngebilde und Truggespinste mit Wucht in die Ekstase zu steigern. Nicht weniger imponierend, wie sie danach den Abschied vom Leben gestalteten. Er ist von Verzweiflung erfüllt, von Aufschreien und forschendem Blick ins Jenseits. In einem ruhevollen Abgesang schließlich endet das Werk. …

Märkische Oderzeitung (pb), 16.6.2003

Atemberaubender Brahms »

Atemberaubender Brahms
Brandenburgisches Staatsorchester unter Heribert Beissel

Was geschieht, wenn der Tod im Siegestaumel endet? … Den Kampf gegen Unterdrückung, tragisch und siegreich zugleich, charakterisiert die "Egmont"-Ouvertüre von Beethoven. Beissel verstand es, … seine Musiker von Anfang an zu Höchstleistungen zu führen. … Ein Stimmungsumschwung dann im "Ariadne- Dithyrambos" von Siegfried Matthus. Ein leises sirenengleiches Streichermotiv leitet das Werk von 1998 ein. Auch hier geht es um die Illustration einer literarischen Arbeit. … Zurückhaltend, doch voller Sensibilität und Detailverliebtheit, gestaltete Aris Agiris den Bariton-Part aus. …
Im dritten, als Tanz des Dionysos überschriebenen Satz, konnte das Orchester nochmals beweisen, wie sehr es versteht, auch moderne Kompositionen mit Hingabe zu meistern.

Dennoch muss als Höhepunkt des Abends die 3. Sinfonie von Brahms gelten. Tänzerisch leicht und in atemberaubend-dynamischer Differenzierung überraschten die Frankfurter schon beim einführenden Allegro con brio. Wach und engagiert gaben sie sich der in starken Kontrasten schwelgenden Musik hin. Wenn der zweite Satz auch eine Nuance zu schleppend geriet, führte Beissel das Orchester doch mit Kraft an und konnte so Spannung und Sogwirkung entwickeln. Der dritte, in Sehnsucht schwelgende Satz überzeugte durch Plastizität, während im anschließenden Allegro nochmals Gelegenheit war, ungestüme Expressivität zu demonstrieren - und schließlich ganz sanft verklärt aus dem Irrgarten der Leidenschaften herauszuführen.

Das Orchester (Jörg Zimmermann), Mai 2004